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Ihr seid das Salz der Erde

Die Kinderkantorei freut sich auf ihre nächste Chorfreizeit. Ziel ist das hübsche Städtchen Lüneburg. Neben Singen und Spielen stehen auch der Besuch des Deutsches Salzmuseums und eines Wasserturms auf dem Programm.

Begleitet werden die Mädchen und Jungen im Grundschulalter von einem Team aus Ehrenamtlichen und Eltern sowie Pastor Frank Engelbrecht und dem Komponisten Daniel Stickan. Im Rahmen des Projektes "wasserfest" entsteht zur Zeit eine "Kantate über die Schöpfung, Aggregatzustände und das Mysterium der Trinität" für Kinderchor, Klavier, Orgel und Clavichord.

Auch die Kinder wirken an der Entstehung der Komposition mit und werden auf ihrer Chorfreizeit mit neuen Melodien und dem Einsatz von Heulschläuchen, Vogelstimmen, Blasrohren, ... experimentieren. Seien Sie schon jetzt gespannt auf die Uraufführung der "Wassermusik" am 10. Oktober (Hauptkirche St. Petri) und am 11. Oktober (Hauptkirche St. Katharinen).

Wassermusik – eine kurze Einführung

Wenn man aus dem Weltall auf die Erde schaut, sieht man einen blauen Planeten. So viel Wasser ist überall! In den Meeren und Seen, in den Flüssen und Bächen – ja sogar die Wolken und Luft bestehen aus Wasser.

Wo das Wasser wohl herkommt? Eine Antwort auf diese Frage steht in der Bibel gleich zu Anfang: Gott hat alles, was ist, geschaffen – so sagt es die Schöpfungsgeschichte. Wenn er alles geschaffen hat, dann natürlich auch das Wasser. Und sicher hat er dabei auch bedacht, was Wasser alles sein kann: gefroren wird es zu Schnee und Eis, als Wasser fließt es in Flüssen und Meeren, in der Luft ist es als heißer Dampf oder als kühle Wolke. Wir können es trinken, einatmen oder als Eis lutschen. Sogar unser Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser. Ohne Wasser gäbe es kein Leben auf der Erde. Die Menschen, die die Texte der Bibel aufgeschrieben haben, wussten das und so kommt dort kaum ein Wort häufiger vor.

In der Kirche können wir ohne Wasser nicht taufen. Und bei jeder Taufe hören wir die Worte: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Die Theologinnen und Theologen haben sich darüber viele Gedanken gemacht und sind sich ganz sicher: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist sind EINS. Das kann man gar nicht verstehen und weil es so seltsam ist, gibt es dafür auch ein ganz schwieriges Wort: trinitarischer Monotheismus.

Aber wenn wir noch einmal auf das Wasser schauen, dann hilft uns das Wasser ein bisschen diese wundersame Eigenschaft Gottes zu erahnen. Denn egal ob als Eis oder als Fluss oder als Wolke: es bleibt immer das eine Wasser. Und egal ob Vater, Sohn oder Heiliger Geist: es bleibt immer der eine Gott.

Meine Wassermusik möchte etwas vom Staunen über das Wasser erzählen. Was es alles kann und sein kann. Noch viel größer jedoch ist das Staunen über den einen Gott, der „Drei in Einigkeit“ ist. Und von dieser wundersamen Sache, der Trinität, möchte die Wassermusik eine Ahnung geben.

Einführung des Komponisten Daniel Stickan