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"Liebe, alte Weihnachtslieder"

Als eine der ältesten jährlich stattfindenden Konzertveranstaltungen in Hamburg blickt "Liebe, alte Weihnachtslieder" auf eine lange Geschichte zurück, die vor über 70 Jahren ihren Anfang nahm.

Das Gesamtprogramm ist ein Miteinander von Motetten und Sätzen alter Meister und schlicht gesetzten Volksliedern. Die Folge der Gesänge und Instrumentalstücke bildet – ähnlich einem Oratorium - ein zusammenhängendes, logisch fortschreitendes Ganzes. So zielen die Bilder und Legenden von der Verkündigung bis zu den Heiligen drei Königen folgerichtig auf das Symbol "Licht in der Finsternis" hin.

Den Höhepunkt des Programms bildet auch in diesem Jahr wieder der "Quempas". Mit den Worten "Quem pastores laudavere" (übersetzt: "Den die Hirten lobeten sehre") beginnt dieser alte Rundgesang und hat daher seinen Namen.
Die Kinder der Hamburger Kinder- und Jugendkantorei St. Petri/St. Katharinen ziehen mit brennenden Kerzen in die dunkle Kirche ein und die Chorgruppen singen sich von fünf verschiedenen Seiten die Weihnachtsbotschaft zu, erst im Wechsel, dann zusammen. In der Mitte sitzen die Zuhörer und sind ganz von Licht und Klang umhüllt.

Der Quempas hat seine große Beliebtheit und Verbreitung in Hamburg durch "Liebe, alte Weihnachtslieder" erfahren. Inzwischen ist er in vielen evangelischen Kirchen zu einem wichtigen Stück weihnachtlicher Tradition geworden.

Das Konzert findet am Dienstag, 22. Dezember 2015 um 19.30 Uhr in der Hauptkirche St. Petri (Mönckebergstraße) statt. Die Abendkasse öffnet um 18.45 Uhr.

Karten ab 12 Euro gibt es bei der Konzertkasse Gerdes (Tel. 040 45 33 26), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Kirchenbüro St. Petri sowie unter www.eventim.de und www.ticketonline.de. Ermäßigte Karten für Schüler, Auszubildende und Studenten sind nur an der Abendkasse erhältlich.


1939 fand das erste Konzert mit dem Namen „Liebe, alte Weihnachtslieder“ unter der Leitung seines Initiators Adolf Detel in der Hauptkirche St. Jacobi statt. Nachdem diese 1944 durch einen Bombenangriff zerstört worden war, zog das Konzert zweimal um und fand schließlich seine Heimat in der St. Petrikirche, welche den Krieg relativ unbeschadet überstanden hatte. Adolf Detel, Professor an der Hamburger Musikhochschule und Leiter des Städtischen Chores, sammelte Weihnachtslieder aus ganz Europa, übersetzte und bearbeitete sie. So entstand im Lauf der Jahre ein Fundus von mittlerweile rund 800 Weihnachtsliedern und Motetten. In den Jahren des Krieges und der Nachkriegszeit hatte "Liebe, alte Weihnachtslieder" neben dem musikalischen Genuss, den es bot, eine Trost spendende Funktion. Seitdem erfreut sich "Liebe, alte Weihnachtslieder" immer wieder der Beliebtheit des Publikums und ist zu "einer der schönsten Hamburger Traditionen" geworden, wie das Hamburger Abendblatt einmal schrieb.

Das Programm wird von Solisten, dem Kammerchor „Compagnia Vocale Hamburg“ unter der Leitung von Hans-Jürgen Wulf und der Hamburger Kinder- und Jugendkantorei St. Petri/St. Katharinen unter der Leitung von Sabine Paap und einem Orchester gestaltet.