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“Dreiklang” - das Chorfest der Nordkirche

Foto: Sabine Paap

Foto: Sabine Paap

Foto: Sabine Paap

Wir trafen uns am 16. Juli 2016, einem Samstag morgen vor Beginn der Sommerferien um 8 Uhr, damit wir mit der Jugendkantorei zusammen zum Chorfestival “Dreiklang” nach Lübeck fahren konnten.

Wir kamen noch halb schlafend an der Eingangshalle des Hamburger Hauptbahnhofes an, und Sabine hüpfte uns förmlich freudestrahlend und voller Energie in die Arme. Kurz nach acht stiegen wir also in den Zug Richtung Lübeck ein. Alle hatten es tatsächlich pünktlich geschafft! Auf der Bahnfahrt bekamen wir unsere Chormappen, Noten und Teilnehmerausweise ausgeteilt.

Nach einer Stunde Fahrt kamen wir in Lübeck an und brachten mit Bus und zu Fuß unsere Sachen in die Turnhalle der Domschule, in der wir unter Aufsicht der Pfadfinder auch die Nacht verbrachten. Danach gingen wir auf den Marktplatz zur Begrüßung aller teilnehmenden Chöre. Um 10.30 Uhr begann dann unsere erste gemeinsame Probe mit Jugendchören aus ganz Norddeutschland beim “Jugendchortreffen”. Wir waren über 100 Jugendliche zusammen auf einem Podest im Lübecker Dom. Die Proben liefen erstaunlich gut, obwohl wir so viele waren. Durch die verschiedenen Stimmen, Stimmlagen und die vielen Sänger entstand ein atemberaubender Sound. Frank Dittmer und Katja Kanowski dirigierten abwechselnd. Um 13.30 Uhr gab es von den Johannitern ein Mittagessen im Garten des Domes, und um 14.30 Uhr begann bereits die nächste Probe. Nach erneuten 1,5 Stunden Arbeit schloss sich unser Konzert im Dom an und war sehr gut besucht!

Im Anschluss an das Konzert überreichten uns die Pfadis an der Turnhalle ein umfangreiches Lunchpaket. Dann mussten wir ziemlich bald bei Regen zum allgemeinen Singen, der “Begegnung am Abend”, an die Obertrave. Jedoch ist uns dort wegen des anhaltenden Regens ziemlich bald die Lust vergangen und selbst Sabine - und das muss schon was heißen - sah ein, dass es besser war zu gehen.

Also gingen wir zurück. Raus aus den nassen Sachen, hinein in Kuschelklamotten ging es kurze Zeit später zurück zum Dom zur “Taizé-Nacht”, die dort stattfand. Wir sangen dort viele der Lieder, die wir schon kannten, immer mehrmals nacheinander, so wie man das in Taizé eben macht. Uns gefiel das Lied “ Da pacem cordium” am besten! Als die Nacht vorbei war, liefen wir zurück zur Turnhalle und fielen müde ins Bett. Mit Turnmatten unter unseren Schlafsäcken war es eine ziemlich bequeme Nacht.

Sonntag früh um 6.30 Uhr fingen alle anderen außer uns Hamburgern schon an, aufzuräumen, obwohl es erst um 8 Uhr Frühstück gab. Nach dem Frühstück hatten wir, wer hätte es gedacht: Probe! Anschließend aßen wir warm zu Mittag und es regnete schon wieder.

Am frühen Nachmittag gab es von uns dann noch einen Auftritt auf der Bühne des Marktplatzes und dann den Abschluss mit allen Chorsängern und Chorsängerinnen in der Marienkirche. Hinterher gönnten wir uns ein Eis bei Niederegger, holten unser Gepäck und reisten ab.

Nach 30 Minuten Fahrt blieb unser Zug in Bad Oldesloe stehen und wir hörten die Ansage: “Die Weiterfahrt dieses Zuges verspätet sich auf unbestimmte Zeit.” Kurz darauf mussten wir mit Sack und Pack in einen anderen Zug auf dem Nachbargleis steigen. Natürlich war der Zug aufgrund dessen komplett überfüllt, stickig und definitiv zu eng für so viele Menschen. Und der Schaffner musste auch noch durch diese Enge durch.

Wir waren alle froh, als der Zug den Hamburger Hauptbahnhof erreicht hatte. Wir verabschiedeten uns und gingen nach einem schönen Chorwochenende erschöpft in verschiedene Richtungen nach Hause.

Lilly & Svea

Fotos zum Chorfest finden Sie unter www.nordkirche.de/chorfest-dreiklang