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Nein, lieber Mensch, so nicht!

Eine Freiheitskantate für Martin Luther

Am 10. September um 19 Uhr in St. Michaelis in Lüneburg

Die Kantate "Nein, lieber Mensch, so nicht!" von Uwe Steinmetz und Daniel Stickan ist eine "Freiheitskantate für Martin Luther". Für Martin Luther?! Ja!

Denn in diesem Werk geht es weder um Luther als Person noch um die Reformation als einen abgeschlossenen historischen Prozess. In der einstündigen Kantate, die zentrale Stellen von Luthers Freiheitsschrift und eine Vielzahl seiner Choräle vertont, soll Luthers Theologie und sein Anspruch an uns heute zum Klingen gebracht werden. Und ebenso wie Luther aus vielen Quellen schöpfte, haben Steinmetz und Stickan zahlreiche Quellen zusammengeführt: Von afrikanischer Pygmäenmusik, Jazzrhythmen und Messiaenschen Modi bis hin zur kontrapunktischen Tripelfug

Neben Uwe Steinmetz am Saxophon und Daniel Stickan an Tasteninstrumenten wird die Hamburger Kinder- und Jugendkantorei unter der Leitung von Sabine Paap zu hören sein. Dazu konnte mit dem Vokalensemble Klangbezirk eines der erfolgreichsten deutschen Vokalensembles gewonnen werden, welches bereits mit zahlreiche internationalen Preisen ausgezeichnet wurde.

Über die Kantate schrieb Reinhard Mawick im Magazin Zeitzeichen: "Das Werk von Steinmetz und Stickan gehört zum Spannendsten und Spannungsvollsten, was es zurzeit in der neuen evangelischen Kirchenmusikszene gibt. […] atemberaubend und unbedingt hörenswert.” Und Ortwin Löwa schreibt in der Evangelischen Zeitung: "Das Werk strahlt musikalisch im Klang des Heute ebenfalls die Andacht aus, die etwa in den Passionen des Barock überliefert ist. [...] Ist der theologische Kern der Kantate schon ein komplexes sprachliches Gebilde, so fügt ihm das musikalische Gewand, in das er gehüllt ist, faszinierende Klangfarben und Tonskalen hinzu, unterlegt mit antreibenden wechselnden Rhythmen. [...] Wer Ohren hat zu hören – der hört eine meditative Mischung menschlicher Stimmen und stimmungsvoller Instrumente, in denen sich das Mysterium von Glaube und Gnade widerspiegelt."

Eintritt 20 Euro/erm. 14 Euro